In letzter Zeit habe ich mit vielen jungen Müttern gesprochen. Events wie Messen sind für mich eine fantastische Gelegenheit, persönliche Gespräche zu führen. Bestimmt habe ich mich in den letzten Wochen mit mindestens 100 Frauen zwischen 25 und 35 über Finanzen unterhalten.
Etwas hat mich dabei besonders nachdenklich gemacht:
Viele Frauen sagten mir, dass bei ihnen hauptsächlich ihr Partner für die Familienfinanzen zuständig sei oder dass sie finanzielle Entscheidungen erst mit ihm besprechen müssten.
Das ist ein Weckruf.
Nicht, weil es falsch ist, Dinge gemeinsam zu entscheiden – im Gegenteil. Sondern weil finanzielle Verantwortung auch in jungen Familien noch immer ungleich verteilt ist.
Anscheinend wird in vielen Schweizer Familien das Thema Finanzen an den Mann delegiert – er kümmert sich federführend um Versicherungen, Anlagen und die Altersvorsorge.
Doch sich bei der langfristigen Sicherheit blind auf jemand anderen zu verlassen, ist für niemanden eine nachhaltige Strategie. Es ist ein Risiko.
Darum sollten sich Mütter aktiv mit Finanzen auseinandersetzen
1. Unabhängigkeit schafft Sicherheit
Das Leben ist nicht planbar. Ob berufliche Veränderungen, Trennung oder unerwartete Ereignisse – finanzielle Übersicht ist kein «Nice-to-have», sondern eine wichtige Grundlage für Sicherheit und Selbstbestimmung.
2. Gemeinsame Verantwortung stärkt die Familie
Finanzen sind kein «sein» oder «ihr» Thema – sie sind ein Familienthema. Offene Gespräche über Geld schaffen Transparenz, Vertrauen und bessere Entscheidungen. Familienfinanzen sollten gemeinsam gestaltet werden.
Hier findest du unsere Tipps für den sorgsamen Umgang mit Geld.
3. Vorbilder prägen unsere Kinder
Kinder lernen nicht durch Worte, sondern durch Verhalten. Wenn sie sehen, dass beide Elternteile bewusst mit Geld umgehen, planen und Entscheidungen treffen, entwickeln sie früh ein gesundes Verhältnis zu Finanzen.
Merke dir: Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Es geht darum, das Thema Geld aus der Tabu-Zone zu holen und es zu einem natürlichen Teil eures Familienlebens zu machen.
Wie du heute den Grundstein für die finanzielle Zukunft deiner Familie legst
Echte Partnerschaft bedeutet, die Finanzen gemeinsam, aber mit individuellem Durchblick zu gestalten. Wenn beide Elternteile finanziell eigenständig sind, schafft das nicht nur Sicherheit, sondern ist das beste Vorbild für die Kinder.
1. Wissen teilen statt delegieren
Finanzthemen wirken oft komplex, doch Autonomie beginnt damit, die eigenen Zahlen zu kennen. Es geht nicht darum, wer mehr verdient, sondern dass beide wissen, wie es um die Familienfinanzenn und die persönliche Absicherung steht. Natürlich musss jetzt nicht jeder Finanzprofi werden. Es geht hier mehr um den Dialog in der Familie und den Überblick über das eigene Geld.
Macht deshalb regelmässig einen «Kassensturz» und schafft Transparenz über Konten, Rentenlücken und Spar-Ziele. Diese Kontrolle ist genau das, was es für «Financial Wellness» braucht.
Pro-Tipp: Clanq kann euch hier als gemeinsames Cockpit für Spar-Ziele unterstützen.
2. Grundwissen über Finanzen aneignen
In unseren Blog-Artikel geben wir regelmässig Wissen zum Thema Finanzen weiter. Und in Clanq Kids Banking findest du Tools und Geschichten, damit du Finanzthemen auch einfach und spielerisch deinen Kindern weitergeben kannst.
Dich über Geld informieren und reden darfst du aber ruhig auch ausserhalb deiner Beziehung. Sprich im Freundeskreis darüber und lass dich davon inspirieren, wie andere ihre Finanzen handhaben. Das kann deinem eigenen Umgang mit Geld nicht schaden und ihr könnt euch gegenseitig Tipps geben.
Unterschiedliche Perspektiven führen ausserdem zu besseren Entscheidungen, mehr Stabilität und klareren Zielen.
3. Vorbild sein: Finanzielle Verantwortung vorleben
Kinder lernen am Modell. Wenn sie erleben, dass beide Elternteile Finanzen aktiv managen, Verhandlungen führen und sparen, entwickeln sie ein gesundes Verständnis für Geld. Sie lernen, dass finanzielle Verantwortung keine Frage der Rolle oder des Geschlechts ist.
Finanzthemen könnt ihr als Familie altersgerecht am Essenstisch besprechen. Das bedeutet nicht, dass Kinder die genauen Zahlen kennen müssen. Aber sie sollten verstehen, warum die Familie sich z. B. nicht alles leisten kann oder wo die Prioritäten liegen. Damit vermittelt ihr die Vision von Selbstbestimmung und zeigt, dass die Gestaltung der Zukunft eine aktive Entscheidung beider Eltern ist.
Fazit: Familienfinanzen funktionieren am besten, wenn beide eingebunden sind
Wenn Familienfinanzen zu einem gemeinsamen Thema werden, verändert sich nicht nur der Umgang mit Geld, sondern auch das Gefühl von Sicherheit, Partnerschaft und Verantwortung innerhalb der Familie. Finanzielle Selbstbestimmung und Wissen können einem richtig ans Herz gehen – geht es also frühzeitig richtig an und sprecht darüber!
